In Kolumbien gebührenfrei Bargeld abheben – so funktioniert‘s

Kolumbien ist ein schönes Land. Um die Reise zu genießen, musst du gebührenfrei Bargeld abheben können.

Bargeld ist in Kolumbien besonders wichtig, weil Kreditkartenzahlungen in großen Geschäften zwar akzeptiert, aber bei weitem nicht so oft angeboten werden, wie in Europa. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dich ausreichend mit Bargeld versorgst. Doch wie läuft die Versorgung mit Bargeld in Kolumbien?

In Kolumbien hat das Bargeld eine Besonderheit

Im Gegensatz zu Europa ist das Einkaufen in Kolumbien etwas gewöhnungsbedürftig. Die Preise wirken im ersten Augenblick exorbitant hoch. Das liegt daran, dass alle Beträge in Tausendern angegeben werden. 1 Euro sind ca. 4.500 COP, also kolumbische Pesos. Rechnen wir um, ist es für uns also nur ganz wenig Geld.

Auf den Geldscheinen wurde das Problem der großen Zahlen clever gelöst, denn ein 20.000 Peso-Schein trägt die Zahl 20 und daneben die Buchstaben Mill., was „tausend“ bedeutet.

Wie ist die Abdeckung mit Geldautomaten?

In den Städten Kolumbiens (Bogota, Cartagena, etc.) gibt es in der Regel reichlich Geldautomaten. Selbst die Urwaldstadt Leticia hatte zwei Banken nebeneinander (Banco de Bogota und die BBVA). Meistens sind die großen Einkaufszentren und die Supermärkte mit Geldautomaten unterschiedlicher Geldhäuser bestückt. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Filialen noch gut besucht, so habe ich mehrfach lange Schlangen am Schalter beobachten können. 

Bedienung des Geldautomaten

Die Bedienung der Geldautomaten ist in Kolumbien entweder auf Spanisch oder auf Englisch möglich (Insgesamt ist es von großem Vorteil Spanisch zu lernen). Allerdings wird die Auswahl der Sprache erst dann angezeigt, nachdem die Kreditkarte (tarjeta de credito) in den Schlitz gesteckt wurde. Für das Abheben von Bargeld muss die Funktion „Withdrawal“ ausgewählt werden. Es folgt nun die Frage nach einem „Saving Account“, oder einem „Checking Account“. Ich habe beide Optionen ausgewählt und es hat beide Male funktioniert. Ich bekam mein Geld sowohl mit der Curve Card, als auch mit der Revolut Mastercard, unter beiden Menüpunkten ausgezahlt.

Neben den Optionen „Checkin Account“ und „Saving Account“ wurde mir oft die Möglichkeit angezeigt, eine 100.000 Pesos-Schnellauszahlung durchzuführen. Ich habe das nicht ausprobiert und immer 220.000 Peso abgehoben. Das sind ca. 55 Euro. In Kolumbien reicht das eine Weile.

Neben den vorgegebenen Beträgen (wir kennen das aus Deutschland mit 50 Euro, 100 Euro…), zeigte ein eigener Menüpunkt, dass ich einen beliebigen Betrag eingeben kann. Allerdings hatte keiner meiner Wünsche funktioniert, so dass ich bei meinen 220.000 Peso geblieben bin.

Mit der Curve Card in Kolumbien Bargeld abheben und zahlen

Ich hatte fast ausschließlich meine Curve Card benutzt. Das Teil ist wirklich große Klasse. So konnte ich in der Curve-App meine Miles and More Mastercard hinterlegen und so gratis im Ausland Bargeld abheben. Der Clou dabei: Für mein Bargeld bekam ich über dem Weg Prämienmeilen bei Miles and More. Bei Curve habe ich auch meine Vivid Visa Card hinterlegt, allerdings als virtuelle Karte. So habe ich mit der Curve Card Bargeld von meinem Vivid Konto abgehoben. Das ging problemlos! Zack war das Geld da!

Da ich das Curve Metal-Abo habe (wegen der Reiseversicherungen ohne Karteneinsatz), kann ich jeden Monat viel Bargeld gebührenfrei abheben. Dabei ist es egal um welche Währung es geht. Wie hoch der Betrag ist, hängt vom jeweiligen Preisplan der Curve Card ab.

Eine Fremdwährungsgebühr gibt es bei Curve nicht. Lediglich an Wochenenden werden 0,5 % der ausgegebenen Summe berechnet. Also: vor dem Wochenende mit Bargeld eindecken!

Die Supermärkte und die Hotels akzeptieren Kredit- und Debitkarten, das ist überhaupt kein Problem. Ich hatte immer große Freude, wenn ich den Händlern die Curve Card in die Hand drückte. Völlig erstaunt drehten die Mitarbeiter die Karte von links nach rechts, von vorn nach hinten und staunten über das Gewicht. Tja, es ist neunmal eine Karte aus Metall. 

Ich habe auf Nachfrage grundsätzlich gesagt, dass Sie an der Kasse „Credit“ anklicken sollen. In den meisten Fällen hatte das auch ganz gut funktioniert.

Welche Karten ich in Kolumbien ausprobiert habe

Da ich mich viel mit Zahlungskarten auf Reisen beschäftige, habe ich mehrere vielversprechende Debitkarten im Test. Mit meiner Revolut Mastercard habe ich im Ausland ebenso den Vorteil, dass ich – je nach Revolut-Plan – bis zu 800 Euro kostenlos Bargeld abheben kann. Die Fremdwährungsgebühren werden nur am Wochenende berechnet, darin unterscheidet sich Revolut nicht von Curve. Am Geldautomaten funktionierte die Revolut-Karte einwandfrei. Probleme hatte ich nicht.

Insgesamt habe ich Curve, Revolut und Vivid getestet.

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Zwar habe ich die Karten fast ausschließlich im Hotel, im Supermarkt und am Geldautomaten gezückt, bin aber von allen drei Anbietern vollkommen überzeugt. Es sind hervorragende Karten für dem Einsatz im Ausland. In Kolumbien war die praktischste Funktion, dass ich gratis Geld abheben konnte.

Ein Problem, als ich in Kolumbien Bargeld abheben wollte

Ich hatte mich dafür entschieden, keine kolumbianische SIM-Karte zu kaufen und mich ausschließlich auf das WLAN im Restaurant, am Flughafen und im Hotel zu beschränken. Das funktionierte auch ganz gut. Allerdings steckte ich einmal in dem Dilemma, dass ich am Geldautomaten war und die Curve Card nicht funktionierte. Der Automat funktionierte einfach nicht richtig. Ich steckte die Karte in den Automaten, und führte meine Auswahl durch. Bevor ich den Betrag auswählen konnte, erhielt ich die Meldung: „Vielen Dank, dass Sie diesen Automaten benutzen. Der Vorgang war nicht erfolgreich.“ Der Automat ließ mich allerdings darüber im Unklaren, was genau schiefgelaufen war.

Da ich nur die Curve Card dabeihatte und meine Vivid Visa hinterlegt war, latschte ich frustriert ins Hotel zurück. Dort schaute ich in der App nach, ob vielleicht eine Transaktion des Vivid-Kontos abgelehnt wurde. Weder in der Curve-App, als auch in der App von Vivid Money tauchte eine versuchte Abbuchung auf. Eine Ablehnung von Vivid Money, oder Curve war also nicht der Grund. Ich sah allerdings in der Vivid-App einen Hinweis, dass es derzeit ein Problem mit der Visa Card gibt. Es können keine Transaktionen verarbeitet werden.

Im Internet zeigte sich dann, dass es wohl gar nicht an Vivid lag, sondern an Visa überhaupt. Hätte ich eine SIM-Karte mit mobilen Daten im Handy gehabt, wäre ich in der Lage gewesen vor Ort in der Curve App die Revolut Mastercard, oder meine Miles and More Mastercard auszuwählen. Aber so konnte ich gar nichts tun.

Also: Entweder du hast ein mobiles Internet aktiv, oder du musst mindestens eine zweite Karte mit zum Automaten nehmen. Idealerweise ist diese dann von einem anderen Herausgeber. Visa Card und Mastercard. American Express war in Kolumbien weniger verbreitet.

Bis auf diesen einen Ausrutscher und dem anderen Male bei der Bank of Colombia, hatte ich keine Probleme und bekam mein Bargeld schnell ausgezahlt. Sowohl Revolut, als auch Vivid Money eignen sich hervorragend, um in Kolumbien gebührenfrei Bargeld abzuheben. Idealerweise werden beide Zahlungsanbieter bei Curve hinterlegt.

Warum ich die kostenlose Version von Revolut nutze

Revolut ist ein hervorragendes Kartenprodukt, denn es sind u.a. kostenlose Echtzeitüberweisungen möglich. Das ist nicht bei allen Konten so.

Revolut ist für seine tolle Mastercard bekannt. Allerdings ist Revolut viel mehr als eine Mastercard, denn es handelt sich um ein Girokonto, welches als in vollem Umfang eingesetzt werden kann.

Die Preispläne Revolut Premium und Revolut Metal sind hervorragende Produkte, die tolle Leistungen in jeweils einem Paket vereinen. Ich nutze allerdings die kostenlose Version von Revolut, da ich Curve als Metallkarte nutze.

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